Wohntrends 2022: Lass dich inspirieren

Neues Jahr, neuer Optimismus, trotz aller geopolitischer Verwerfungen. Ein trautes, wohliges Heim scheint nach zwei Jahren Beschränkungen wichtiger denn je, denn die eigene Wohnung hat sich zum Mittelpunkt des täglichen Lebens und der Arbeit entwickelt. Das Home-Office, wenigstens einige Tage die Woche, ist für viele zur Selbstverständlichkeit geworden und so verbringen viele Mitarbeiter mehr Stunden zu Hause. Zeit für eine Neugestaltung. Hier einige Tipps zur Anregung, denn die eigene Wohnung als Wohlfühlort für die Familie war noch nie so angesagt wie heute.

Japandi Interieur

Moderne skandinavische Funktionalität gehört schon seit Jahren zu den bevorzugten Interior Trends vor allem bei jungen urbanen Familien. Kein Wunder. Beim rauen nordischen Klima mit langen Nächten bleibt man gerne zu Hause und umgibt sich mit hellen Farbtönen und klaren erholsamen Formen. Schnell fällt hier die typisch deutsche Bezeichnung “gemütlich”, die das wohlige Gefühl zum Ausdruck bringt, wenn man nach Hause kommt und tief durchatmet. Unaufdringliche Natürlichkeit und hochwertige Verarbeitung stehen hier im Mittelpunkt, was den riesigen Erfolg einer schwedischen Möbelkette mit Milliardenumsätzen erklärt.

Der japanische Einrichtungsstil dagegen wird in den wenigsten Fällen als “gemütlich” bezeichnet. Vielmehr herrscht hier eine strikte Beschränkung auf das Wesentliche. Weniger ist mehr, heißt hier die Philosophie, die sich auf den Möbelmessen der letzten Jahre immer mehr durchgesetzt hat. Unnötige Dekoelemente sucht man in einem japanischen Interieur vergebens. Selbst Kunstwerke an der Wand sollen mit minimalistischen Stilelementen Ruhe und Harmonie ins Heim transportieren.

Beide Wohntrends fusioniert ergeben den Japandi-Style, dessen Optik die Einrichtung von immer mehr Trendsettern dominiert. Japandi vereint das Beste aus beiden Welten: die Wärme und Gemütlichkeit des Nordens mit der Harmonie des Zen Minimalismus.

Eine warme, neutrale Farbpalette ist die Grundlage für jede Japandi-Einrichtung. Anstelle von hellem Weiß funktioniert diese Stilrichtung mit gedämpften, natürlichen Tönen wie Braun und vor allem Beige. Der Japandi-Stil ist die perfekte Verbindung zwischen der kalten und hellen Tönung des skandinavischen Stils und dem warmen und natürlichen japanischen Interieur. Aber auch kühlere gedämpfte Rosa-, Blau- und Grüntöne können können in Accessoires hinzugefügt werden.

Perfekte Unvollkommenheit zeichnet das ästhetische Interieur aus. Auch hierzu gibt es eine unübersetzbare Bezeichnung im Japanischen, nämlich Wabi Sabi. Die sorgsam ausgewählten Möbel aus hellem Holz, Rattan Leinen und Stein strahlen eine leicht unregelmäßige Natürlichkeit aus. Kombiniert mit traditionellen japanischen Accessoires wie Shibori-Leinen verwandelst du die eigenen vier Wände in eine Oase der Harmonie.

Trendfarbe Beige

Beige mischt die natürliche Ruhe von Braun mit der neutralen Eleganz von Grau und gehört eindeutig zu den wichtigsten Wohntrends 2022. Während Braun im Übermaß jedoch erdrückend wirkt, passt ein sanftes Beige zu allen Materialien, vor allem Holz. Und es wirkt nicht langweilig, wie beispielsweise Grau, denn der Palettenreichtum von Sand bis Creme verleiht dieser Farbe eine universelle Aura.

Designer vermeiden meistens mittlere Töne und entscheiden sich eher für heller oder dunkle Spektren. Sie harmonieren sehr gut für interessante Kontraste mit auffälligen Farben. Ein beiges Sofa mit gelben Kissen ist ein echter Hingucker. Aufgrund seiner natürlichen Anmutung passen beigefarbige Teppiche auch ganz hervorragend zu fröhlich-grünen Accessoires und selbstverständlich auch Zimmerpflanzen, die so ganz besonders gut zur Geltung kommen.

Als Hintergrundfarbe erlaubt sie auch Accessoires, die etwas Experimentierfreude erfordern. Vor einer hellen beigefarbenen Wand präsentieren sich Batikleinen oder abstrakte Kunstwerke in ihrer ganzen Pracht.

Home-Office-Design

Die Corona-Pandemie spülte einen der revolutionärsten Wohntrends der letzten Jahre in unsere Wohn- und Arbeitszimmer. Das Home-Office nutzen mehr als 26% aller Beschäftigten zumindest zeitweise. Eine Win-Win Situation nicht nur für Arbeitnehmer. Homeoffice führt nach Ansicht vieler Chefs nicht zu Produktivitätsrückgängen und der tägliche Verkehrsstau oder das Gedränge in der U-bahn entfällt.

Die neue Arbeitswelt fordert ein neues Gleichgewicht zwischen Arbeit und Wohnen. Arbeitstage im Büro können sich lange hinziehen und am Küchentisch stellen sich schnell Rückenprobleme ein. Für kreative Designer ist die Gestaltung eines funktionellen Home-Office ein Fest, denn mit wenigen Mitteln erreicht man eine optimale Work-Life-Balance.

Teile und herrsche

Auch wenn Arbeit und Wohnen unter der gleichen Decke geschehen, sollten die Bereiche optisch getrennt werden. Ein Teppichboden, speziell ausgemessen grenzt den Arbeitsbereich vom Wohnbereich ab. Noch effektiver sind Raumteiler. Mit einem schicken Raumteilerregal schafft man sogar noch Lagerfläche für Akten oder Bücher.

Tisch und Stuhl

Funktionelles Design beinhaltet auch handfeste Anforderungen an Gesundheit und Sicherheit. Die Normen UNE-EN1335 und UNE-EN527 geben eindeutige Entscheidungskriterien für die Auswahl von ergonomischen Bürostühlen und Tischen.

Mit einem Grundriss triffst du die richtige Auswahl zur Nutzung der Fläche. Tische müssen nicht unbedingt jeden Quadratzentimeter bis in die letzte Ecke nutzen. Im Gegenteil. Große Oberflächen verleiten zur Ablage von unnötigem Papier, das eigentlich in die Ablage gehört. Ein leerer Tisch bei Arbeitsbeginn bringt Schwung in den Tag.

Das Home-Office gehört heute zur Lebenswirklichkeit vieler Arbeitnehmer

Sitzen ist das neue Rauchen und daher empfehlen Ärzte und Psychologen gelegentliches Stehen bei der Arbeit. Die Lösung: Elektrisch verstellbare Tische. Diese sind schon ab ca. 200 Euro erhältlich und erlauben eine flexible Gestaltung der Tischhöhe. Täglich mehrmals ca. 20 Minuten im Stehen arbeiten verringert die Ermüdung und regt den Kreislauf an. Beim ungezwungenen Stehen erhöht sich die Bewegungsfreiheit und selbst Videokonferenzen erscheinen so etwas dynamischer und überzeugender.

Wer beim Bürostuhl knausert, spart am falschen Ende. Wer viele Stunden hoch konzentriert vor dem Computer sitzt, achtet nicht auf die richtige Haltung. Das vergisst der Körper, und vor allem der Rücken nicht. Ergonomie steht an erster Stelle, daher ist es wichtig erst mal Probe zu sitzen und auf die Blutzirkulation zu achten. Armlehnen sind kein Luxus, sondern eine willkommene Erleichterung für den Arbeitstag in der Wohnung.

Bring Farbe in die Arbeit

Farben beeinflussen auf subtile Art und Weise unsere Stimmung. Eine saubere Arbeitsumgebung, mit angenehmen Farben sind Voraussetzungen für Höchstleistungen, aber welche Farben sind die richtigen?

Wer sagt, dass nur neutrale, langweilige Farben in Büros erlaubt sind? Farbige Akzente vor einem neutralen Hintergrund bringen heitere Freude in den Alltag. Eine bunte Tischlampe oder ein Kalender mit Motiven von Roy Lichtenstein wirken inspirierend und lenken auch bei komplizierten Videokonferenzen nicht vom Thema ab. Auch bei der Farbe der Wände sind Pastellfarben eine willkommene Alternative zur weißen Rauhfasertapete zu Hause.

Im Zentrum der Farbwahl steht deine Arbeit und dein Geschmack. Am besten, du wählst einfach deine Lieblingsfarbe aus. Handelt es sich dabei um eine grelle Farbe sollte sie nur auf einige Accessoires beschränkt sein. Anschließend wählst du Farben, die gut dazu passen. Sollte dir beispielsweise grelles Orange besonders zusagen, könntest du einen orangefarbenen Bürostuhl mit neutralen Wandfarben wie Beige oder Graugrün kombinieren.

Wichtig und unerlässlich: Pflanzen im Home-Office. Die psychologischen Wirkungen sind gerade in einer Umgebung ohne Kollegentratsch und Gelächter aus dem Nebenraum ganz besonders wertvoll. Darüber hinaus sorgen sie für angenehme Luft und eine natürliche, angenehme Atmosphäre.

Zurück zur Natur

Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit steht bei den Wohntrends 2022 in der Rangliste ganz oben. Daher geht der Trend eindeutig zu Wohnungen mit recyclingfähigen Materialien und ressourcenschonender Produktion. Holz ist zwar eindeutig recyclingfähig, aber in vielen Fällen stammt es aus Rodungen aus ungeregelter Forstwirtschaft. Wer ganz sicher gehen möchte, achtet auf das Gütesiegel der FSC (Forest Stewardship Council).

Foto: Milada Vigerova, Pixabay

Die Herstellung von Teppichen wird heute besonders von vielen Organisationen im Hinblick auf faire Arbeitsbedingungen und ökologisch verträglicher Herstellung streng überwacht. Edle Teppiche mit exotischen Mustern sind zwar teuer, aber häufig gehen Familien oder gar Kinder in den Herstellungsländern leer aus. Darüber hinaus kommen bei einigen Produktionsverfahren Schadstoffe zum Einsatz, die sie im Laufe der Jahre im Einsatz wieder abgeben. Das gilt auch für vermeintliche Natur- oder Bioteppiche. Gütesiegel, wie der Öko-Tex Standard 100 oder das GoodWeave-Siegel garantieren fairen Handel und klimaneutrale Fertigungsmethoden.

Zu den angesagten Deko Trends gehören auch Zimmerpflanzen, die mit der Hinwendung zur Natur ihr Comeback in der modernen Einrichtung feiern. Spießige Pflanzen gibt es nicht, denn Natur ist universell und mit passenden Designertöpfen passen sie optimal ins Wohngeschehen. Selbst in kleine Räume passen immer noch hübsche kleine Minigärten unter Glas.

Industrial Style

Stahl, Eisen und Ziegelwände. Das prägt ein typisches urbanes Loft, dessen Interieur vor allem junge Singles ins Schwärmen bringt. Eine gehäkelte Tischdecke oder ein röhrender Hirsch an der Wand wäre hier schon ein mittelschweres Delikt. Auf den ersten Blick scheinen die harten Kontraste vor allem Männer anzusprechen, doch Möbelhäuser berichten von immer mehr von urbanen, erfolgreichen Frauen, die mit präzisen Ideen neue Einrichtungstrends setzen.

Was in den 80-Jahren in stillgelegten Fabrikhallen begann, hat sich nun als Wohntrend entwickelt und sogar in Einfamilienhäusern der Vorstadt Einzug gefunden. Der robuste Charme mit klaren Linien lässt Raum für viele Ideen und erlaubt auch beschädigte Möbel direkt vom Flohmarkt. Sogar unterschiedliche Stühle am Esstisch unterstreichen die ehrliche Anmutung des Interiors.

Dunkle und metallische Töne dominieren das Design. Bei kleineren Wohnungen harmonieren helle Vorhänge und hellbeige Teppiche ganz hervorragend mit, warmen Farben. So kommen Ledersofas ganz besonders gut zur Geltung. Ein paar farbige Accessoires schaffen interessante Akzente und lockern die strenge Gestaltung etwas auf.

Der Industrial Style ist vor allem für kreative Menschen ein Fest, denn der Industrielook erlaubt viele Inspirationen direkt aus Pinterest vom Baumarkt, oder gar direkt vom Schrottplatz. Eine Beleuchtung aus Autolampen oder selbst angemalte Metalllampen? Warum nicht. Erlaubt ist, was gefällt und auch bei kleinem Budget bleiben keine Wünsche offen. Um das harte Ambiente etwas auszugleichen, eignen sich große Zimmerpflanzen. Ein grüner Riese neben einem wuchtigen Stahlregal ist ein absoluter Hingucker.

Eigene Poster

Hast du schon mal in einem Postershop gestöbert und nach vielen Stunden nichts gefunden, was dir wirklich gefällt? Dafür gibt es eine universelle Lösung. Poster selbst gestalten. Für die Ziegelwand einer Wohnung im Industrial Style vielleicht ein eigenes Foto einer verlassenen Fabrik, oder einfach ein schönes Bild deiner Hochzeit.

Poster einfach selbst bedrucken

Camaloon bietet hochwertige Poster u.a. mit Pinselstrich-Textur auf Leinwand. Einfach das Motiv hochladen, auschecken und in wenigen Tagen, hängt dein eigenes Poster, das es sonst nirgendwo gibt in deiner Wohnung. Viel Spaß.

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